volodymyr hryshchenko
  • Facebook
  • Twitter

Die Angebote zur Gewichtsabnahme haben ein enormes Ausmass angenommen. Letztlich geht es aber immer darum, weniger Kalorien aufzunehmen oder mehr Kalorien zu verbrennen. Viele Apps bieten Anleitung und Unterstützung, längst nicht alle sind allerdings tatsächlich hilfreich. Worauf es zu achten gilt.

 

Flavia Müller

 

«Sport ist Mord» soll schon Churchill gesagt haben. Mittlerweile gilt es als gesichert, dass der Ausspruch nicht von ihm stammt, sondern deutscher Herkunft ist. Ähnlich ist es mit Studien, wie viel Sport jeder Mensch ausüben sollte oder wie viel und welches Essen gesund ist. Gefühlt kommen alle paar Jahre neue Diäten, Erkenntnisse und Studien heraus.

Sicher ist aber, dass kein Sport und eine Vorliebe für Fast Food langfristig eine sehr schlechte Kombination sind. Man muss jedoch kein Ernährungsexperte oder Fitnessprofi sein, dank cleveren Apps lebt es sich heutzutage sehr gesund.

Die WHO empfiehlt Erwachsenen zwischen 18 und 64 Jahren ein Minimum von 150 bis 300 Minuten Aktivität pro Woche in moderater Intensität oder mindestens 75 bis 150 Minuten Training pro Woche mit hoher Intensität. 150 Minuten entspricht zweieinhalb Stunden. Verteilt über die Woche wären das etwas mehr als 20 Minuten Aktivität pro Tag. Und dazu zählen nicht nur Joggen, Kraftsport oder Fitnessübungen. Wer täglich mit dem Hund spazieren geht oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, füllt sein Bewegungskonto auch ohne Extra-Sport schon gut auf. Sport hat einen positiven Effekt auf den Kreislauf und das Immunsystem, die Hirnfunktion, Muskulatur und Knochen, kurz: auf den gesamten Organismus.

Fitness-Apps

Wer nicht gleich ein Jahresabo im Fitnessstudio abschliessen will, startet mit einem der vielen Fitness-Apps auf dem Handy. So hat man den Personal Trainer immer mit dabei. Die Auswahl ist aber riesig. Je nach Ziel bietet sich ein anderes App an. Man muss sich also vorher darüber im Klaren sein, was man möchte: die allgemeine Fitness verbessern, Muskulatur und Skelett stärken, Muskeln aufbauen oder zum Beispiel abnehmen. Ein erster Anhaltspunkt sind Testberichte zu den Apps, zum Beispiel von Fitnessmagazinen. Dort gibt es jedes Jahr Hinweise zu den besten Apps – kostenpflichtig oder auch kostenlos. Etwas, was alle diese getesteten Apps mitbringen müssen, sind ein kurzer Check-up vor dem Loslegen, Videos, die die Bewegungen gut erklären, und eine Sprachausgabe, damit man auch ohne draufzuschauen dem Inhalt folgen kann. Fast jedes Jahr immer obenauf ist die App «Freeletics». Hier hat man in der kostenlosen Version 20 HIIT-Workouts mit dem eigenen Körpergewicht, 25 Übungen, 20 Audio-Sessions und weiteres. Wer mehr will, der kann ein Abo abschliessen und hat Zugang zum kompletten Inhalt. Populär sind aktuell auch die diversen 28 Tage «Wall Challenges» – kurze Trainingseinheiten pro Tag, angeleitet via YouTube-Videos, konstant über 28 Tage hinweg. Empfehlenswert ist da zum Beispiel die Pilates Challenge von «Rachel’s Fit Pilates»: Rachel ist zertifizierte Pilates- und Fitness-Instruktorin, ehemalige Bodybuilderin und kombiniert Pilates mit Kraftübungen. Die Anfänger-Challenge hat es dabei bereits ab dem ersten Video in sich.

 

Ernährung

Doch Sport alleine ist nicht alles, das ist wohl jedem klar. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse und Ballaststoffen ergänzt die täglichen Sporteinheiten.

Auch hier gibt es hilfreiche Apps, sei es für gesunde Rezepte oder um ganz simpel die eigene Nahrungsaufnahme zu überwachen – mittels eines Kalorienzählers. Viele Apps verfügen über einen Barcode-Scanner, bei dem man über die Handykamera den Strichcode der Lebensmittel einliest und so exakt die Nährwertangaben und Gesamtkalorien eingeben kann. Bei frischen Lebensmitteln oder bei Essen im Restaurant nutzt man einfach die Suchfunktion für ein solches Gericht. Das Konzept bringt Spass und der Lerneffekt ist hoch: Man setzt sich damit auseinander, welche Lebensmittel man wählt und was in ihnen steckt – und diese Angaben sind teilweise überraschend. In den Testberichten immer ganz oben ist die App «Yazio». Bereits in der Gratisversion bietet die App Folgendes: Kalorientabelle, Ernährungstagebuch, Barcode-Scanner, Aufzeichnung von Training und verbrannten Kalorien, Gewichtsdokumentation, und man kann die App mit diversen Fitnesstrackern wie Fitbit verbinden. Wer Freunde hat, die das App auch nutzen, kann sich mit diesen vernetzen – so sieht man gegenseitig die Fortschritte und kann sich gegebenenfalls anspornen. In der Bezahlversion hat man zusätzlich Zugriff auf Rezepte und verschiedene Ernährungspläne, kann den Konsum von Zucker, Ballaststoffen und Salz aufzeichnen, gesunde und ungesunde Lebensmittel bewerten sowie den Fortschritt der letzten 2,5 Jahre auswerten.

 

Apps können uns also auf dem Weg zu einem gesunden Leben, ausgewogener Ernährung und mehr Fitness gut unterstützen. Doch eines haben alle Apps gemeinsam: Sie bringen nur etwas, wenn man sie auch nutzt.

Share This