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Achtsamkeitsimpuls
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Achtsamkeitsimpuls

Kann man sich rein durch Gedanken zu einem glücklicheren Leben führen? Mit einer Strategie und etwas Disziplin ist das leicht möglich.

von Anton Ladner 

Viele Dinge, die mit einem glücklicheren Leben verbunden sind, können in der Regel gar nicht realisiert werden: zum Beispiel seine Talente ausleben (auf dem Fussballfeld, am Flügel, in der Malerei etc.), eine glückliche Ehe führen oder sich an begabten Kindern erfreuen. Diese (vermeintlich) ewig sprudelnden Quellen für Glücksgefühle sind im normalen Alltag nicht anzapfbar. In der sozialwissenschaftlichen Forschung werden zwar diese Glücksquellen ausführlich beschrieben, aber das hilft nicht weiter. Es fehlen die praktischen Erklärungen, wenn alles im Leben nur so lala verläuft, vom Beruf bis hin zur Beziehung. Das ist aber die Regel, nicht die Ausnahme.

Ein internationales Team von Wissenschaftlern versuchte deshalb vor zwei Jahren herauszufinden, ob man sich auch glücklich denken kann. Sie fanden 68 Möglichkeiten, wie Menschen ihr eigenes Glück steigern können: Hier die wirksamsten Opportunitäten:

  1. Zeit und Gedanken in Beziehungen investieren, um im Austausch gemeinsame Erfahrungen zu machen.
  2. Soziales Kapital bilden durch den freiwilligen und regelmässigen Kontakt mit anderen Menschen, unabhängig davon, ob man dies in einer Partei oder einem Verein tut. Denn das Gefühl der Zugehörigkeit fördert das Glücksgefühl und schützt vor Einsamkeit und Isolation.
  3. Jeden Tag eine Stunde gehen und eine Stunde lesen hebt die geistige und körperliche Aktivität, was ein gutes Gefühl auslöst. Dies steht im Einklang mit den Forschungsergebnissen, die zeigen, dass regelmässige Bewegung aller Art die Stimmung und das soziale Funktionieren verbessert.
  4. Sich für eine Religion interessieren, auch wenn man sich nicht als religiös betrachtet. Ein spiritueller oder philosophischer tut gut, denn die Suche nach transzendenten Wahrheiten jenseits des engen Alltagslebens entlastet und erweitert den Geist.
  5. Nett sein mit seiner Umgebung führt zu neuen Reaktionen und hebt nachweislich die Laune – auf beiden Seiten. Und seien Sie dabei grosszügig. Altruistisches Verhalten gegenüber anderen belohnt das Gehirn mit glückssteigernden Schüben von Dopamin, Serotonin und Oxytocin.

In der Studie gehörte zu den am schlechtesten bewerteten Möglichkeiten der Aufbau von Wohlstand. Auch der in der Welt der Selbstverwirklichung beliebte Satz «Wenn es sich gut anfühlt, dann tu es» führt nicht weiter. Er verleitet nachweislich zu schlechten Gewohnheiten und bringt von Zielen ab, die Glücksgefühle generieren.

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