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Achtsamkeitsimpuls
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Körperliche Selbstfürsorge

Körperliche Selbstfürsorge hat mit Bewegung zu tun, aber auch mit Schlaf. Denn innerhalb von 24 Stunden sollten sieben bis neun Stunden geschlafen werden, damit Gehirn und Körper verschiedene Erholungsprozesse durchlaufen können. Aber guter Schlaf ist nicht nur eine Frage der Anzahl der Stunden.  

Anton Ladner 

Schlaf ist ein komplexes System, das sich aus verschiedenen Phasen zusammensetzt. Die Magie dieses Prozesses liegt in der Tiefschlafphase. Der Tiefschlaf beginnt relativ früh, etwa 20 bis 30 Minuten nach Einsetzen des Schlafs. Er dauert bis zu einer Stunde am Stück und kehrt dann etwa alle 90 Minuten wieder zurück. Dieser Schlafzyklus ist am erholsamsten. Denn in dieser Phase produziert der Körper den grössten Teil des Wachstumshormons. Bei Kindern ist dieses Hormon dafür verantwortlich, dass sie wachsen und sich entwickeln. Für Erwachsene ist es derweil eine Chemikalie, die für die Erholung und Jugendlichkeit im Alter verantwortlich ist. Der Tiefschlaf, der auch als Slow-Wave-Schlaf bezeichnet wird, hält das Immunsystem funktionstüchtig, stärkt die Knochen und Muskeln und beugt dadurch Verletzungen vor. Entscheidend ist also, genug Tiefschlaf zu bekommen.  

Im Allgemeinen kann man bei acht Stunden Schlaf davon ausgehen, dass man vier bis fünf Tiefschlafphasen pro Nacht hat. Während der ersten zwei Zyklen hat man die beste Dosis an Tiefschlaf. Es hilft, sich von seinem Schlafablauf ein Bild zu machen, um besser zu schlafen: In Phase 1 schläft man ein und die Gehirnaktivitäten verlangsamen sich. In Phase 2 fällt die Körpertemperatur, die Muskeln entspannen sich, die Herzfrequenz wird langsamer. In Phase 3 findet der Tiefschlaf statt, Gehirn und Körper regenerieren. Zellen werden wiederhergestellt und Giftstoffe aus dem Gehirn entfernt. Wenn man in dieser Phase aufwacht, fühlt man sich desorientiert. In Phase 4 kommt es zum REM-Schlaf, bei dem man typischerweise lebhafte Träume hat und Lähmungen in den Muskeln erlebt. 

Es ist der tiefe Schlaf, der dafür sorgt, dass man sich am Morgen erholt fühlt. Man sollte das auch zur Sprache bringen, zum Beispiel mit: «Das war ein toller Schlaf letzte Nacht!» Das hilft, den Wunsch nach gutem Tiefschlaf zu verankern. Und es gilt zu beachten, dass aus den ersten drei Stunden etwa zwei Stunden Tiefschlaf resultieren. Denn die Tiefschlafzyklen verkürzen sich in der Regel mit fortschreitender Nacht. Wenn der Tiefschlaf regelmässig ausbleibt, kann man sich weniger gut von den täglichen Belastungen des Körpers erholen. Fazit: Man altert schneller, wird häufiger krank und verletzt sich leichter. 

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