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Anne Challandes
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Mein achtsamer Blick:

 

Stefan Gribi,
Leiter der Abteilung Kommunikation und Mediensprecher der Caritas Schweiz

Wegen Corona-Krise Unterstützungsleistungen erhöht 

Die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass im Rahmen der Sozialberatung der regionalen Caritas-Organisationen auch unkompliziert finanzielle Hilfe geleistet werden kann. Oft befinden sich Familien oder Alleinerziehende mit Kindern in akuten Notsituationen und brauchen Hilfe, um diese zu überbrücken. Die Caritas baut daher ihre bereits vor der Krise existierende Einzelfallhilfe aus. Diese kommt zum Einsatz, wenn kein Anspruch auf staatliche Hilfe besteht oder diese nicht rechtzeitig beansprucht werden kann. Die Einzelfallhilfe ist immer in eine Sozialberatung eingebunden, die Wege zu langfristigen und tragfähigen Lösungen aufzeigt. 

Deutlich wurde in den zwei Jahren auch, dass viele Menschen mit wenig Geld ihre Rechte und Ansprüche auf staatliche Unterstützungsleistungen nicht kennen oder nicht selbst einfordern können. Immer öfter benötigen Betroffene auch juristische Hilfe. Deshalb stärkt Caritas in den kommenden Monaten die Sozialberatungen, wodurch sie auch in rechtlichen Fragen wirksam unterstützen können. 

Des Weiteren haben viele hilfesuchende Menschen keinen Zugang zur digitalen Welt. Gerade in der aktuellen Krise, in der Dienstleistungen teilweise nur noch online zugänglich sind und verstärkt von zu Hause aus gearbeitet werden muss, sind digitale Kompetenzen unverzichtbar. Caritas bietet mit ihren von den regionalen Caritas-Organisationen durchgeführten Treffpunkten zu Digitalkompetenz einen niederschwelligen Zugang zur digitalen Welt. 

Mit diesen Ausbaumassnahmen will die Caritas sicherstellen, dass sie auf den wachsenden Bedarf der Hilfesuchenden auch zukünftig rasch und wirksam reagieren kann. Sie kann dafür auf die verstärkte Sensibilität für die Armutsproblematik von privaten Spenderinnen und Spendern, Institutionen und Unternehmen zählen. 

Seit dem Frühjahr 2020 hat die Caritas, finanziert durch Spenden, mit Geldern der Glückskette und dank vielen anderen Unterstützern, mehr als 20 000 Menschen mit einmaligen Direktzahlungen geholfen. 13 000 Menschen hat die Caritas in dieser Zeit beraten oder an andere Institutionen verwiesen. Mehr als 100 000 Menschen haben im Rahmen von 70 regionalen und gesamtschweizerischen Projekten eine gezielte Unterstützung erhalten. Insgesamt haben Caritas Schweiz und die regionalen Caritas-Organisationen 19 Millionen Franken für diese Hilfe eingesetzt, 9,85 Millionen Franken erhielten sie von der Glückskette. 

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