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Achtsamkeitsimpuls
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Achtsamkeitsimpuls

Eine neue Studie zeigt, dass gemeinsames Schlafen im Allgemeinen mit einer besseren Schlafqualität und einer besseren psychischen Gesundheit verbunden ist. Ein Grund für gemeinsame Schlafenszeiten.  

von Anton Ladner 

Zugegeben: Zu zweit schlafen kann unangenehm sein. Das hängt ganz vom Profil des Bettnachbarn ab, ob er schnarcht, ständig die Bettdecke wegreisst, sich wild hin und her dreht oder träumend laut spricht. Solche Störfaktoren sind bei Männern wie Frauen verbreitet. Wer aber das Glück hat, eine Partnerin bzw. einen Partner ohne auffälliges Schlafverhalten zu haben, sollte davon profitieren. Dann schläft man zu zweit besser als allein. Eine neue Studie, die auf dem Jahreskongress der American Academy Of Sleep Medicine vorgestellt wurde, hat gezeigt, dass das Schlafen mit einem Partner bzw. einer Partnerin im Allgemeinen mit einer besseren Schlafqualität und einer besseren psychischen Gesundheit verbunden ist.

Für die Studie befragten die Wissenschaftler 1007 Erwachsene im Südwesten von Pennsylvania. Es wurde erfasst, wie oft sie ihr Bett mit einem Partner, einem Kind, einem anderen Familienmitglied oder mit niemandem teilten. Dann wurde die Qualität ihres Schlafes anhand mehrerer Kriterien bewertet, darunter der Schweregrad der Schlaflosigkeit, die Schlafdauer oder der Apnoe-Grad. Die Ergebnisse zeigten, dass Personen, die ihr Bett mit einem Partner bzw. einer Partnerin teilten, von einem geringeren Schweregrad von Schlaflosigkeit, besserem Schlaf, weniger Müdigkeit und von einem geringeren Risiko für Schlafapnoe berichteten. Das gilt aber nicht bei Kindern, die in der Nacht zu Papa oder Mama unter die Decke kriechen. Diejenigen, die oft mit ihrem Kind in einem Bett schliefen, berichteten über einen höheren Grad von Schlaflosigkeit. Entgegen der Annahme, dass man allein im Bett wie ein König bzw. eine Königin schlafe, kam das Gegenteil davon zum Vorschein. Diejenigen, die alleine schliefen, berichteten von einem höheren Grad an Schlaflosigkeit, mehr Schläfrigkeit, grösserer Müdigkeit und einem höheren Risiko für Apnoe.  

Fazit: Wer eine gute Nachtruhe haben will, geht mit Gesellschaft unter die Decke. Das führt laut Studie nämlich auch zu weniger Depressionen, Angstzuständen und Stress. Derweil wird das Schlafen allein auch mit einer geringeren Lebens- und Beziehungszufriedenheit assoziiert.

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